Das Seenprogramm – Wir über uns

Das Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen (SOS) wurde 1989 auf Initiative des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben ins Leben gerufen. Die Koordination dieses Programmes übernahm das Regierungspräsidium Tübingen. In einer ersten Phase wurden 33 Seen und Weiher in drei Landkreisen betreut.

 

Ab dem Jahr 1995 ging diese Aufgabe an eine Koordinierungsstelle Seenprogramm im Landratsamt Ravensburg über.
Die Koordinierungsstelle wirkt bei der Erarbeitung von Sanierungskonzepten mit, berät Kommunen und Private bei Fragen der Gewässersanierung, hilft bei der Beschaffung von Fördermitteln und macht Öffentlichkeitsarbeit.

Von 2000-2016 war die Koordinierungsstelle bei der PRO REGIO Oberschwaben GmbH angesiedelt. Seit Januar 2017 ist sie organisatorisch dem Landratsamt Ravensburg, Bau- und Umweltamt, zugeordnet.

 

Derzeit sind 96 Seen und Weiher aus 46 Städten und Gemeinden der Landkreise Biberach, Ravensburg, Sigmaringen und dem Bodenseekreis im Aktionsprogramm. Zusätzlich werden 16 bereits aus dem Programm entlassene Stillgewässer weiterhin überwacht.

 

Die Abteilung Umwelt des Regierungspräsidiums Tübingen betreut das Programm in wissenschaftlicher und wasserwirtschaftlicher Hinsicht. Zwei Mitarbeiter des Referats Gewässer und Boden (52) sind am Standort Ravensburg in die Arbeit des Aktionsprogrammes eingebunden.

 

Von den Landwirtschaftsämtern der vier am Seenprogramm beteiligten Landkreise erfolgt eine Beratung für Landwirte, die Flächen in den Einzugsgebieten bewirtschaften. Ziel ist vor allem die Verringerung die diffusen und punktuellen Nährstoffeinträge. Außerdem werden Extensivierungsverträge für sogenannte „kritische Flächen“ abgeschlossen, von denen im besonderen mit Nährstoffausträgen zu rechnen ist.

 

Weiterführende links:

 

Ziele des Seenprogrammes

Viele oberschwäbische Stillgewässer haben sich gewässerökologisch nachteilig verändert. Sie werden durch zu hohe Einträge von Pflanzennährstoffen und Sedimenten immer nährstoffreicher. Das Vorkommen von Algen und das Wachstum der Wasserpflanzen wird dadurch immer stärker und sie drohen über Gebühr schnell zu verlanden.

 

Oberstes Ziel ist des Seenprogrammes ist, diese Stoffeinträge durch geeignete Maßnahmen in den hydrologischen Einzugsgebieten zu verringern und die Seen und Weiher in nährstoffärmere und somit ökologisch günstigere Zustände zu bringen. Die Beseitigung der Ursachen (Sanierung) steht klar vor der Symptombehandlung (Restaurierung).

 

Ein Schwerpunkt wird auf die Einbeziehung aller Beteiligten gelegt. Neben den Kommunen sind dies vor allem die Landwirte, die Fischereiberechtigten und die Naturschützer, denn die vom SOS vorgeschlagenen Maßnahmen können in aller Regel nur durch freiwillige Bereitschaft der Beteiligten realisiert werden.

 

Träger des Seenprogrammes sind das Land Baden-Württemberg (Regierungspräsidium Tübingen), die vier beteiligten Landkreise Biberach, Ravensburg, Sigmaringen und der Bodenseekreis sowie 46 Städte und Gemeinden dieser vier Landkreise. 

Die Federführung und die Koordinierung dieses Seenprogrammes wurde dem Landkreis Ravensburg übertragen.

 

Kontakt

Projektleitung:

Albrecht Trautmann

Landratsamt Ravensburg

Bau- und Umweltamt

Frauenstraße 4

88212 Ravensburg

Tel. +49 751 85-9687

Fax  +49 750 85-779687

albrecht.trautmann@landkreis-ravensburg.de

Koordiniert durch:

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