Luftbild (© Luftbildagentur Frank Hofmann)
Tiefenkarte
Ausschnitt topografische Karte (das hydrologische Einzugsgebiet ist rot umrandet)

Schießstadtweiher

seit 2005 im SOS

Stadt Wangen, Lk. RV TK 8325 + 8225

Schutzstatus: LSG, § 33-Biotop

Eigentümer: Stadt Wangen Pächter: Fischereiverein Wangen

Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (Stand 2016):

Wald

Grünland

Ackerland

Wohnbebauung

Schießstattwhr direkt

10 %

50 %


40 %

einschl. Hammerwhr, Vallereyer Whr

20 %

65 %

5 %

10 %

 

Untersuchungen am Schießstattweiher:

untersucht von

Jahr

Gegenstand

untersucht von

Jahr

Gegenstand

RPTÜ RV

2006

Limnologie

RPTÜ RV

2012

Limnologie

 

Literatur: Konold 1987, LfU 1994, Prinzinger 1991/99


Entstehung: 1436 erstmals erwähnt; für Mühlenbetrieb, Löschwasser und zusammen mit Hammerweiher Hochwasserschutz für Wangen; Lage im Stadtgebiet


Bewirtschaftung: zur Energiegewinnung und als Angelgewässer; Besatz mit Hecht, Karpfen, Schleie; bis 1965 jährlich abgelassen und gewintert; 1968 und 1971 abgelassen, seither nicht mehr; Fang 2005: 150 Brachsen, 30 Hechte, 126 Karpfen; Fang 2007: 28 Hechte, 18 Karpfen, 12 Barsche, 6 Schleien, 1 Döbel, 13 sonstige, 64 Kleinfische; Grundablass (Stempfel) und Straßendurchlass defekt, Ablassen nicht mehr möglich (Reparatur wg. B 18 teuer); zum Baden ungeeignet, Fahrverbot für Boote


Hydrologische Daten:

EZG

Wasserfläche

max. Tiefe

mittlere Tiefe

Volumen

(85V+493H+105) 683 ha

1,4 ha

3,1 m

1,7 m

24 000 m3

Zulauf Oflingser Bach (Z1; durchfließt oh gelegene Hammerweiher) sowie kleiner Bach aus NO; Umlaufgraben verfallen und Ende 1990er Jahre zugeschüttet (wurde früher bei HW geöffnet)

Ablauf über Überfallwehr in der Südecke (Energiegewinnung), teilweise verdolt, Obere Argen

 



Flora und Fauna / Daten Wasserchemie: 2001/2006/2012 nur kleiner Bestand an Nuphar lutea; (Bolender/Herz)

Fische: Rotauge, Rotfeder, Brachse, Karpfen, Hecht, Barsch, Schleie, Döbel, Bachforelle (aus Oflingser Bach)

Vögel: Blässralle, Teichralle, Teichrohrsänger, Rohrammer, Höckerschwan


2006 TP max (142 µg/l) und Chloro max im Juli; Sauerstoffsättigung 177 - 64 %, meist Sauerstoffdefizit; pH bis 8,3; im Sommer Algenblüten

2012 TP max (124 µg/l) im Juni, Chloro max in April und Juli; Sauerstoffsättigung 145 - 78 %, pH bis 8,4; in April und Juli Algenblüten mit Microcystis; erhöhter Nährstoffeintrag über den Zulauf im Juni (130 µg TP/l bei 150 l/sec) verursachte das TP max im Weiher; keine Daphnien



Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt (Oberflächenwasser):

2006

2012

Trophiestufe

anorg. Gesamt-Stickstoff (mg/l)

0,99

0,84


Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l)

80

69

eutroph

Chlorophyll a (µg/l)

45

47

hoch eutroph

Chlorophyll a - Spitze (µg/l)

126

124

hoch eutroph

Sichttiefe (m)

1,1

1,4

hoch eutroph

 


Trophiestufe: 2006 und 2012 polytroph, p1

2006 wurden beim Hauptzulauf Oflingser Bach (Z1) zweimal erhöhte Nährstoffeinträge bei gleichzeitig hoher Wasserführung festgestellt. Der Nährstoffschub im März (176 µg/l bei 200 l/sec) hatte für den Weiher einen bereits zu Jahresbeginn erhöhten Phosphorgehalt zur Folge. Auch im 2. Zulauf waren im März und September deutlich erhöhte Nährstoffkonzentrationen bei gleichzeitig hoher Wasserführung zu beobachten; die Wasserführung insgesamt ist jedoch wesentlich geringer als im Oflingser Bach. Der hohe Phosphorgehalt ist ein Hinweis darauf, dass auch aus dem direkten Umfeld des Weihers erhöhte Nährstoffmengen in den Weiher gelangen.

Belastungsquellen

– 1990 bei Ereignis in Lungenklinik starker Abwassereintrag in Weiher

– mehrere Gehöfte im Einzugsgebiet

– ein RÜB am Oflingser Bach

– zahlreiche drainierte landwirtschaftlich genutzte Flächen

– Ablassen des Hammerweihers


Vorschläge zur Sanierung/Restaurierung

– Anschluss noch fehlender Gehöfte; Überprüfung der Abwassersituation und des RÜB

– Extensivierung kritischer landwirtschaftlich genutzter Flächen

– Überprüfung der fischereilichen Nutzung; Bewirtschaftungskonzept; Reparatur von Grundablass und Straßendurchlass; Mönch einbauen

– schonendes Ablassen des Hammerweihers

– Pflege des Verlandungsbereiches




Umsetzung / Maßnahmen

Abwasser

Landwirtschaft

– 2005 Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen im EZG (Trautmann)

– Beratung der Landwirte im Hinblick auf eine Verminderung der Nährstoffausträge aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen

– extensivierte Flächen:

 

Jahr

Hektar

Kosten

Jahr

Hektar

Kosten

Jahr

Hektar

Kosten

2005-15

0








 


Letzte redaktionellen Änderungen Mai 2016