Seit 2000 im SOS
Gemeinde Bad Schussenried, Lk. BC TK 7923 + 8023
Schutzstatus: teilweise §32-Biotop
Eigentümer: Land Baden-Württemberg
Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (Stand 2003):
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Wald |
landw. Nutzfläche |
davon: Grünland |
davon: Ackerland |
davon: Sonderkulturen |
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35 % |
50 % |
46 % |
54 % |
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Untersuchungen am Zeller See:
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untersucht von |
Zeitraum |
Gegenstand |
unters. von |
Zeitraum |
Gegenstand |
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Wurm (Vorunters.) |
2000 (6x) |
Limnologie |
Fürst |
2009 |
Limnologie |
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Fürst |
2003 |
Limnologie |
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Literatur: LfU 1994, Prinzinger 1991/99
Entstehung/Umgebung: in ehemaligem Toteisloch; nach seiner weitgehenden Verlandung wurde der See aufgestaut, und ist daher eigentlich ein Weiher (ablassbar)
Bewirtschaftung: das ursprüngliche Toteisloch (nordwestlicher Bereich) konnte auch schon früher beim Ablassen nicht vollständig geleert werden; letztmals 1973 abgelassen und teilweise entschlammt (Saugbagger; v.a. vor Freibad); Angelfischerei; Besatz mit Hecht und Zander; Winterung 2008/09 mit Mönchbau, Schlammentnahme um den Mönch, Graben zur Entwässerung des Toteislochs, Ausbaggerung des Ablaufbaches; Neubesatz laut Vorgabe durchgeführt; FV sehr zufrieden über Fangergebnisse 2009;
Hydrologische Daten:
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EZG |
Wasserfläche |
max. Tiefe |
mittlere Tiefe |
Volumen |
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120 ha |
3,3 ha |
3,6 m |
1,8 m |
58 300 m3 |
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Zulauf ist Bach aus SW (die aus N zufließenden Entwässerungsgräben aus den Feldern werden in einem Graben gefasst und am Außenrand der Verlandungszone nach O abgeleitet) |
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Ablauf im Osten über Bach (nimmt Wasser der umgeleiteten Entw.gräben auf) in die Schussen |
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Sediment: nur geringe Verschlammung in den letzten 30 Jahren; 2008 Pges 0,73 mg/g TS, Glühverlust 26 %;
Flora und Fauna: im W und N großer Verlandungsbereich mit Schilfröhricht und Großseggen;
2000 Nymphaea alba, Nuphar lutea, Reste von Utricularia vulgaris, Polygonum amphibium (Wurm); Blaualgen, Kieselalgen, Dinobryon; kaum Daphnien
2008 und 2009 Nymphaea alba, Nuphar lutea (Bolender); trotz Graskarpfenentnahme 08 noch kein Laichkräuter-Aufkommen; Winterung verminderte vorübergehend Nuphar lutea;
Fische: Karpfen, Hecht, Regenbogenforelle, Zander, Barsch, Rotauge, Rotfeder, Brachse, Schleie, Aal, Döbel, Graskarpfen;
Fische 2006: Rotfeder, Barsch, Rotauge, Aal, Hecht, Karpfen, Brachse, Güster, Graskarpfen; laut Fischereiverein auch Zander, Ukelei, Karausche
Graskarpfen bis 2008, es ist jedoch möglich, dass sich einige Graskarpfen der Befischung 08 entzogen;
Vögel: Teichrohrsänger, Zwergtaucher, Rohrweihe
2009 P-Entwicklung ohne sommerlichen Bauch, vermutlich überlagert durch Einträge von außen; TP max im März (52 µg/l), Chlorophyll max im Mai; Sauerstoffübersättigung bis 172 %; leichte Sauerstoffzehrung am Grund bis 63 %, keine Nährstoffanreicherung; Algenentwicklung nur mäßig, Blaualgen (Microcystis) vertreten; große Daphnien fehlen (müssten da sein, da Winterung auf ihren Bestand keinen Einfluss); Fischbestand überprüfen
Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt (Oberflächenwasser):
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2000* |
2003 |
2009 |
Trophiestufe |
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anorg. Gesamt-Stickstoff (mg/l) |
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0,96 |
0,81 |
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Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l) |
21 |
49 |
43 |
eutroph |
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Chlorophyll a (µg/l) |
17 |
7 |
19 |
eutroph |
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Chlorophyll a - Spitze (µg/l) |
29 |
15 |
45 |
eutroph |
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Sichttiefe (m) |
1,4 |
1,9 |
1,4 |
eutroph |
* nur 5 Messungen
Trophiestufe: 2000 und 2003 eutroph, e1; 2009 eutroph, e2
Belastungsquellen
– Teile von Bad Schussenried, Zeller Hof, Freibad im EZG; Zeller Hof und Kurgebäude (Waldklinik) angeschlossen; Grillhütte und Reitverein geschl. Grube
– zahlreiche intensiv genutzte Niedermoorflächen sowie Ackerbau in Hanglagen
– Fischteiche im EZG; angeblich extensive Aufzucht von Regenbogenforellen
– Badebetrieb, Freibad am Südufer
Vorschläge zur Sanierung/Restaurierung
– Extensivierung kritischer landwirtschaftlich genutzter Flächen
– Extensivierung der Fischteiche
– angepasste fischereiliche Bewirtschaftung; Bau eines Mönchs
– Renaturierung der Zuflüsse
Umsetzung / Maßnahmen
Landwirtschaft
– 2000 Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen im EZG (Trautmann)
– Beratung der Landwirte im Hinblick auf eine Verminderung der Nährstoffausträge aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen
– extensivierte Flächen:
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Jahr |
Hektar |
Kosten |
Jahr |
Hektar |
Kosten |
Jahr |
Hektar |
Kosten |
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2000 |
7,6 |
5580,- DM |
2004 |
14,2 |
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2008 |
14,3 |
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2001 |
13,7 |
8330,- DM |
2005 |
14,2 |
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2009-2011 |
14,3 |
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2002 |
13,7 |
4260,- € |
2006 |
14,2 |
4460,- € |
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2003 |
14,2 |
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2007 |
14,2 |
4550,- € |
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Renaturierung
– 1999 Gewässerentwicklungsplan durch Menz/Weik, Tübingen, aber ohne Zuflüsse; wird 2004 nachgeholt
– 2004 Uferpflegekonzept für den See (Herz)
– 2005 fischereiliches Bewirtschaftungskonzept (Phillipson)
Sonstiges
– seit 2006 Uferpflege im nordwestlichen Weiherbereich
– 2008 Öffnung des Ablaufs mit Bagger; Einbau eines regulierbaren Stauwehrs und eines Mönchs, einziehen eines Grabens zur Entwässerung des Toteislochs