Seit 2010 im SOS
Stadt Wangen , Lk. RV TK 8224
am Einzugsgebiet zusätzlich beteiligt:
Schutzstatus: LSG, FFH, §32-Biotop
Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (Stand 2010):
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Wald |
landw. Nutzfläche |
davon: Grünland |
davon: Ackerland |
davon: Sonderkulturen |
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10 % |
90 % |
90 % |
10 % |
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Untersuchungen des Siggenhauser Weihers:
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untersucht von |
Zeitraum |
Gegenstand |
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Fürst |
1998 |
Limnologie ohne Zuläufe |
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Fürst |
2010 (4x) |
Limnologie ohne Zuläufe |
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GWD RV |
2011 |
Limnologie |
Literatur: Konold 1987, LfU 1994, Prinzinger 1991/99
Entstehung: alter Mühlweiher; zwischen 1657 und 1750 im Besitz Kloster Weingarten; 1804 trockengelegt und nach Jahren von den Mühlenbesitzern (Haselmühle, Winkelmühle, Amtzeller Mühle) gekauft und wieder angestaut;
Bewirtschaftung: extensive Angelfischerei; abgelassen 1978, 1985, 1997 und 2009; 1997 und 2009 auch gewintert; 2009 zunächst aufgrund des vorsichtigen Ablassens nur geringer Schlammaustrag
Hydrologische Daten: kleines EZG; bei extremer Trockenheit wäre die Zuleitung von Grundwasser aus der Grundwassermessstelle KB4 möglich (artesisch, daher keine Pumpe erforderlich)
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EZG |
Wasserfläche |
max. Tiefe |
mittlere Tiefe |
Volumen |
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38 ha |
5,6 ha |
2,0 m |
0,9 m |
50 900 m3 |
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Zulauf über Drainagen und Quellen aus Süden und dem westlichen Wald |
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Ablauf über Mönch am östlichen Dammabschnitt sowie Überlauf an Westecke des Damms in Wiesengraben, Eggenbach, Haslach, Argen |
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Sediment: stark verschlammt
Flora und Fauna: seit 1987 Pflegemahd im südwestlichen Bereich;
1987 Nymphaea alba, Polygonum amphib., Potamogeton lucens, Chara fragilis, - aspera;
Teichmuscheln (Anodonta cygnea); 1995 nach starkem Spätfrost deutlicher Rückgang bei Nymphaea alba;
Fische: Hecht, Barsch, Schleie, Rotauge, Rotfeder;
1967 wurden 15 Graskarpfen eingesetzt, die letzten vermutlich 1997 entfernt
2010 nach Winterung mäßiger Besatz mit Hecht, Barsch, Schleie, Spiegelkarpfen
Vögel: Haubentaucher, Zwergtaucher, Stock-, Tafel-, Reiherente, Bläss-, Teichralle, Teichrohrsänger, Rohrammer
1998: P max im März und Sept vermutlich wegen erhöhten Einträgen (Algenvermehrung nur mäßig); Nährstoffanstieg über Grund im Sommer nur unwesentlich (zu flach); Phytoplankton ausgewogen, wenig Blaualgen; keine Daphnien (Fischbestand?); Chloro max im März mit Grünalge Chlamydomonas rheinhardtii; Chlorophyll a und Sichttiefe besser als P zuließe, makrophytendominiert;
2010: nach der Fischentnahme 2009 und anschließenden Winterung gute Verhältnisse (meso-eutroph); Daphnien vorhanden (D. cucullata, Ceriodaphnia reticulata), bis auf April (Microcystis und Pseudoanabaena limnetica) nur geringe Algenentwicklung; Zuläufe nur einmal im Mai beprobt, Aussagekraft daher gering;
Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt (Oberflächenwasser):
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1998 |
2010* |
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Trophiestufe |
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anorg. Gesamt-Stickstoff (mg/l) |
0,74 |
0,33 |
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Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l) |
83 |
40 |
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eutroph |
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Chlorophyll a (µg/l) |
11,4 |
4,8 |
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eutroph |
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Chlorophyll a - Spitze (µg/l) |
17 |
11 |
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meso-/eutroph |
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Sichttiefe (m) |
2,0 |
2,2 |
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eutroph |
* nur 4 Messungen
Trophiestufe: eutroph
Vorschläge zur Sanierung/Restaurierung
– zentraler Abwasseranschluss
– Extensivierung kritischer landwirtschaftlich genutzter Flächen
– Vermeidung punktueller Nährstoffeinträge
– häufigeres Ablassen und Wintern; nicht zu viele laichfähige Barsche und Schleien zurücksetzen (Daphnien fehlen)
– Renaturierung der Zuflüsse; Pufferstreifen
– am Westufer regelmäßige Schilfmahd zur Entwicklung von Großseggenried, Bulten
Umsetzung / Maßnahmen
Abwasser
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Landwirtschaft
– 2010 Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen im EZG (Trautmann)
– Beratung der Landwirte im Hinblick auf eine Verminderung der Nährstoffausträge aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen
– extensivierte Flächen:
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Jahr |
Fläche |
Kosten |
Jahr |
Fläche |
Kosten |
Jahr |
Fläche |
Kosten |
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2011 |
0 |
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Renaturierung
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Sonstiges
– 2009 und 2010 Untersuchung zum Schlammaustrag beim Ablassen (Weyhmüller)
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