(Luftbild (Albrecht Trautmann), Tiefenkarte und Ausschnitt topografische Karte (das hydrologische Einzugsgebiet ist rot umrandet)

Moorbad (Schorrweiher)

Seit 2005 im SOS

Gemeinde Argenbühl, Lk. RV TK 8325

Schutzstatus: §32-Biotop

Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (Stand 2005):

Wald

landw. Nutzfläche

davon: Grünland

davon: Ackerland

davon: Sonderkulturen

55 %

45 %

100 %



Untersuchungen am Moorbad:

untersucht von

Zeitraum

Gegenstand

Wurm

2005

Limnologie

GwD RV

2010

Limnologie

Literatur: Prinzinger 1991/99

Entstehung: ca. 1960 ?

Bewirtschaftung: Badegewässer, als Freibad ausgebaut; extensive fischereiliche Nutzung; Besatz mit Karpfen, Hecht, Schleie; Fische wachsen relativ schlecht auf (kaum Unterstände, im Sommer stark beunruhigt, geringes Nahrungsangebot); in den 1990er Jahren entschlammt; seit 1999 aufgrund Beratung durch SOS jährliches Ablassen und Wintern, könnte jetzt auf dreijährigen Turnus erhöht werden; Mönch

Hydrologische Daten:

EZG

Wasserfläche

max. Tiefe

mittlere Tiefe

Volumen

43 ha

1,1 ha

3,1 m

2,1 m

22 600 m3

Zulauf aus Osterholzwald (Abzweig von Bach) und über Wiesengräben

Ablauf: Überlauf und seit 2003 auch etwas Tiefenwasserabzug in Wiesengraben (teilweise verdolt) in Hochberger Gießbach, Argen

Sediment: 2010 Pges 0,8 mg/g TS, Glühverlust 11 % (Weiher abgelassenen)

Flora und Fauna: schmaler Schilfgürtel, wird jährlich gemäht; seit Entschlammung in den 1990er kaum mehr Makrophyten;

2005 Nymphaea sp. (ausländische Form/Zuchtform) (Wurm); wenig Blaualgen;

2010 Potamogeton lucens, Polygonum amphibium, Equisetum fluviatile, Schoenoplectus lacustris (Herz);

Fische: Karpfen, Hecht, Schleie

Vögel: Blässralle, Teichrohrsänger, Rohrammer

2005 recht guter Zustand; im Mai Klarwasserstadium mit 22 Daphnien/l; Daphnien bis zum Herbst präsent; der Zulauf gering belastet; auch im Sommer nur geringe O-Abnahme in 2,3 m Tiefe; wenig Rücklösung, etwas Akkumulation im Freiwasser durch Phytoplankton; artenreiches Phytoplankton, darunter aber auch Microcystis; warum keine Makrophyten aufkommen, ist unklar;

2010: etwas stärkere Algenentwicklung; TP max (42 µg/l) und Chloro max im Juli mit Blüte von Microcystis aeruginosa; etwas mehr Makrophyten; weiterhin Daphnien

 

Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt (Oberflächenwasser):


2005

Trophiestufe

2010

Trophiestufe

anorg. Gesamt-Stickstoff (mg/l)

1,58


0,67


Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l)

27

mesotroph

27

mesotroph

Chlorophyll a (µg/l)

8

meso- bis eutroph

13

eutroph

Chlorophyll a - Spitze (µg/l)

11

mesotroph

33

eutroph

Sichttiefe * (m)

1,5

eutroph

2,1

eutroph

* auch durch Huminstoffe eingeschränkt

Trophiestufe: 2005 meso- bis eutroph, e1; 2010 eutroph, e1

 

 

 

Vorschläge zur Sanierung/Restaurierung

– zentraler Abwasseranschluss

– Extensivierung kritischer landwirtschaftlich genutzter Flächen

– Wiedervernässung des Osterwaldes

– Bau eines Sedimentbeckens obh sowie eines Schlammauffangbeckens uh

 

 

Umsetzung / Maßnahmen

Abwasser

Landwirtschaft

– 2005 Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen im EZG (Trautmann)

– Beratung der Landwirte im Hinblick auf eine Verminderung der Nährstoffausträge aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen

– extensivierte Flächen:

Jahr

Hektar

Kosten

Jahr

Hektar

Kosten

Jahr

Hektar

Kosten

2005

2,0


2007

0


2011

3,0


2006

2,0

500,- €

2008-10

0





– 2007 Gemeinde schließt mit drei Landwirten Vertrag zur Extensivierung von Pufferstreifen entlang des Zulaufs

Renaturierung

– Renaturierung des Zulaufs

Sonstiges

– 2005 Gewässerentwicklungsplan durch Armin Woll

– im Sommer wird dem Weiher zur Entfernung von Laub und Algen Oberflächenwasser abgezogen;

– 2005 fischereiliches Bewirtschaftungskonzept (Phillipson)

– 2006 Bau eines Sedimentationsbeckens im Zulauf (2500 m3; 40 000,- €)

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