Seit 2000 im SOS
Gemeinde Ostrach, Lk. SIG TK 8021
am Einzugsgebiet zusätzlich beteiligt: Krauchenwies, Pfullendorf
Schutzstatus: geschützter Landschaftsteil (GS), LSG
Eigentümer: privat; Pächter: Verein Forelle Ebingen e.V.
Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (2002): 66 % Wald; von der landwirtschaftlichen Nutzfläche
(27 %, 185 ha) sind 70 % Grünland, 22 % Ackerland und 8 % Sonderkulturen
Untersuchungen am Lausheimer Weiher:
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untersucht von |
Zeitraum |
Gegenstand |
untersucht von |
Zeitraum |
Gegenstand |
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Wurm (Voruntersuch) |
2000 (6x) |
Limnologie |
Wurm |
2007 |
Limnologie |
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Wurm |
2001 |
Limnologie |
Wurm |
2013 |
Limnologie |
Literatur: Landesbiotopkartierung 1982-87, LfU 1994, WWA Sigmaringen (Geländeaufnahmen, Lagepläne, Volumen, Tiefe)
Entstehung/Umgebung: ursprünglich als Mühlweiher angelegt vor einigen hundert Jahren; evtl. früher höher angestaut; Mönch, Tiefenwasserabzug aus 2,8 m Tiefe; Damm am Ostufer; EZG zu 2/3 bewaldet (Fichte); auf der Nordseite Fichtenforst, auf der Südseite Ackerflächen u. Grünland; einziges Gewässer dieser Größe und diesen Typs in Umgebung
Bewirtschaftung: Angelfischerei; 1970 gesömmert wegen Dammreparatur; 1989 abgelassen u. gewintert; ab und zu Teilablass und Teilwinterung, so 00/01; 2001 abgelassen (nur wenig Schlamm vor Mönch und Damm); im Winter 06/07 teilabgelassen wegen Sanierungsarbeiten am Damm, und erst gegen Mai wieder völlig gefüllt; seit 2007 soll abgefischt und gewintert werden, aber verschoben; Anlage eines Absetzbeckens geplant; beim Ablassen Schlammaustrag minimieren wegen Bachforellen im Ablauf; Tiefenwasserabzug über Mönch aus 2,8 m;
Hydrologische Daten:
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EZG |
Wasserfläche |
max. Tiefe |
mittlere Tiefe |
Volumen |
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691 ha |
10,1 ha |
4,6 m |
1,9 m |
187 000 m3 |
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3 Zuflüsse aus NW, SW, S; Störenbach (durchläuft 2 kleine Fischteiche; begradigt), Wiesenbach u. kleiner, verdolter Zufluss |
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Ablauf über Mönch (Tiefenwasserabzug), Störenbach, Ostrach in die Donau |
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Flora und Fauna: im Nordwesten kleiner Verlandungsbereich mit Schilfröhricht und Großseggen;
Potamogeton crisp., Ranunculus circin.; noch 1981 ausgedehnte Makrophytenbestände, dann nahezu makrophytenfrei (Graskarpfenbesatz); alljährlich Blaualgenblüten; Gesundheitsamt SIG warnte 1989 vor Baden wg. möglicherweise toxischen Algenblüten (1999 Microcystis, 204 % Sauerstoffsättigung); Teichmuscheln; Biber seit 2009;
2001 wieder Nymphaea alba, Ceratophyllum dem., Ranunculus circ., Potamogeton lucens, Myriophyllum spic., Polygonum amph. (Wurm); Kieselalgenblüte (Synedra acus);
2007 geringe Mengen an Ranunculus circinatus, sonst keine Makrophyten (Wurm); Algenblüten (Stephanodiscus hantzschii, coccale Grünalgen, Scenedesmus, Synura uvella); wenige große Wasserflöhe;
2008 geringe Mengen an Myriophyllum spicatum, Ranunculus circinatus (Bolender);
Fische: Aal, Hecht, Karpfen, Brachse, Wels, Rotauge, Rotfeder, Barsch, Schleie, Zander, Güster, Ukelei, Graskarpfen
2000 im Sommer Sauerstoff bis Grund
2007 P max im Mai (98 µg/l) verursacht durch intensiven Regen und Nährstoffanstieg in den Zuläufen; im August ab 3 m anaerob; starker Phosphoranstieg im Sommer über Grund (teilweise auch durch hohe Einträge über Zuläufe);
Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt:
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2000* |
2001 |
2007 |
Trophiestufe |
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anorg. Gesamt-Stickstoff (mg/l) |
2,09 |
0,93 |
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Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l) |
54 |
40 |
67 |
eutroph |
|
Chlorophyll a (µg/l) |
40 |
14 |
44 |
hoch eutroph |
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Chlorophyll a - Spitze (µg/l) |
75 |
36 |
81 |
eutroph |
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Sichttiefe (m) |
0,8 |
1,3 |
0,7 |
hoch eutroph |
* nur 6 Messungen, nur Oberfläche; 2001 nur Oberfläche 38 µgTP/l, 2007 67 µgTP/l
Trophiestufe: 2000 eutroph, e2; 2001 eutroph, e1; 2007 eutroph, p1
Veränderungen in den letzten Jahren: Zustand des Weihers deutlich verschlechtert; die Nährstoffkonzentrationen in den Zuläufen sind weiterhin viel zu hoch. In den Zuläufen starke Erhöhung der Phosphorfracht nachfolgend eines Starkregens (Juni 2007); im südl. Ast des südwestlichen Zulaufs deutliche P-Zunahme innerhalb der verdolten Strecke in Lausheim (Abwassereinleitung und/oder Auswaschung aus Güllegruben); auch südl. Zulauf stark belastet (dort eine Dole aus Landwirtschaft)
Vorschläge zur Sanierung/Restaurierung
– zentraler Abwasseranschluss
– Extensivierung kritischer landwirtschaftlich genutzter Flächen; Aufspüren und Beseitigen punktueller Nährstoffeinträge;
– Änderung der fischereilichen Bewirtschaftung, Bewirtschaftungskonzept, Absetzbecken
– Renaturierung der Zuflüsse
– Uferpflege des Weihers
Umsetzung / Maßnahmen
Abwasser
– Lausheim 2012 angeschlossen; außerdem Bau eines Retentionsfilterbeckens am südwestl. Zulauf und Schmutzfangzelle am südlichen Zulauf
Landwirtschaft
– 2000 Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen im EZG (Trautmann)
– Beratung der Landwirte im Hinblick auf eine Verminderung der Nährstoffausträge aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen
– extensivierte Flächen:
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Jahr |
Hektar |
Kosten |
Jahr |
Hektar |
Kosten |
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2000-2012 |
0 |
2013 |
0,66 |
Renaturierung
– 2001 Gewässerentwicklungsplan (Büro Saur, Mengen)
Sonstiges
– 2001 fischereiliches Bewirtschaftungskonzept (Phillipson)
– 2002 Uferpflegekonzept für den Weiher (Herz)
– seit 2008 Bau eines Absetzbeckens für das Ablassen geplant