Luftbild, Tiefenkarte und Ausschnitt topografische Karte (das hydrologische Einzugsgebiet des Laubbacher Mühleweihers ist rot umrandet)

Laubbacher Mühleweiher

Seit 2005 im SOS

Gemeinde Ostrach, Lk. SIG; TK 8022;

Schutzstatus: LSG, VSG, §32-Biotop; anschl. moorige Fläche NSG seit 1981 (3,2 ha)

Eigentümer: privat;  Pächter: privat

 

Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (Stand 2005):

Wald

landw. Nutzfläche

davon: Grünland

davon: Ackerland

60 %

40 %

40 %

60 %

Untersuchungen am Laubbacher Mühleweiher:

untersucht von

Zeitraum

Gegenstand

Wurm

2006

Limnologie

Entstehung: zur Betreibung einer Mühle und als Fischteich angelegt; Teil einer Teichanlage mit 19 Weihern (11 in Betrieb; davon drei Weiher als Biotope, die anderen als Aufzucht- und Hälterteiche; Karpfen, Schleie, Rotauge, Rotfeder, Bachforelle, Edelkrebse; zukünftig auch noch Bitterling, Moderlieschen, Elritze), wobei der Mühleweiher mit Abstand der Größte ist

 

Bewirtschaftung: bis 1999 teichwirtschaftlich genutzt, in regelmäßigen Abständen (1-3 Jahre) abgelassen und meist auch gewintert; hierbei wurden immer wieder Teilbereiche des Schilfes gemäht; danach 4 Jahre nicht bespannt; 2004 wieder angestaut, hierbei den starken Aufwuchs an Weiden überstaut ohne abzumähen; 2005 teilweise abgelassen (um ca. 1 m), da Damm undicht; im Herbst 2005 Besatz mit Karpfen und Zandern; Mönch und Absetzbecken vorhanden

Hydrologische Daten:

EZG

Wasserfläche

max. Tiefe

mittlere Tiefe

Volumen

(42) ha

0,69 ha

3,3 m

1,6 m

10 900 m3

Zulauf aus Quellen; die übrigen Fischteiche wurden vor einigen Jahren umgeleitet und entwässern seither in die andere Richtung zum Pfrunger Ried

Ablauf über Laubbach, Ostrach in Donau


Flora und Fauna: zwischen 1960 und 1970 Großteil des anschließenden Moores durch die Anlage von

zerstört; die gesamte Anlage hat sich jedoch inzwischen zu einem ökologisch wertvollen Areal zurückentwickelt; restl. Hangquellmoor ist als NSG ausgewiesen; breiter Schilfgürtel

2006 keine Makrophyten (Wurm); Algenblüten (Chrysophyceen, Cryptomonaden; kaum Blaualgen); keine Daphnien

Fische: Karpfen, Zander

Vögel: Vogelschutzgebiet; Rohrweihe, Schwarzstorch, Seidenreiher, Eisvogel, Teichhuhn, Zwergtaucher, Zwergrohrdommel, Bekassine

2006 deutliches P-Maximum in den Sommermonaten (Ende Juni 98 µg P/l, 74 µg Chlorophyll a/l), verursacht durch Anreicherung/Rücklösung sowie Freisetzung von Nährstoffen aus der überstauten Biomasse (war vor 2004 vier Jahre leer); Nährstoffeintrag aus den Quellen gering; Sauerstoffübersättigung bis max. 230 %

Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt (Oberflächenwasser):


2006

Trophiestufe

anorg. Gesamt-Stickstoff (mg/l)

0,57


Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l)

59

eutroph

Chlorophyll a (µg/l)

39

eutroph

Chlorophyll a - Spitze (µg/l)

76

eutroph

Sichttiefe (m)

1,4

eutroph

Trophiestufe: 2006 eutroph, e2-p1

 

 

 

Belastungsquellen

– nördlich des Weihers befindet sich ein Acker in Hanglage

– die Quellzuflüsse enthalten nur geringe Mengen an Phosphor (20-30 µg P/l); die Hauptbelastung stammt evtl. aus Drainagen sowie dem angesammelten Sediment („Altlast“)

Vorschläge zur Sanierung/Restaurierung

– Extensivierung kritischer landwirtschaftlich genutzter Flächen; Lage von Drainagen überprüfen

– fischereiliches Bewirtschaftungskonzept; Überprüfung des Fischbestands; Ablassen und Wintern

 

Umsetzung / Maßnahmen

Abwasser

– keine Siedlungen im EZG, daher keine Maßnahmen erforderlich

Landwirtschaft

– 2005 Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen im EZG (Trautmann)

– Beratung der Landwirte im Hinblick auf eine Verminderung der Nährstoffausträge aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen

– extensivierte Flächen:

Jahr

Hektar

Kosten

Jahr

Hektar

Kosten

Jahr

Hektar

Kosten

2007

3,4

950,- €

2009

3,4


2011

3,4


2008

3,4


2010

3,4





Renaturierung

 

Sonstiges

– 2005 fischereiliches Bewirtschaftungskonzept (Phillipson)

– die Weiheranlage ist Teil des Naturschutzprojekts „Pfrunger-Burgweiler-Ried“

Zurück zur Liste
oder zur Übersichtskarte