Orthofoto (GIS-Term)
Tiefenkarte
Ausschnitt topografische Karte (das hydrologische Einzugsgebiet ist rot umranded)

Krählohweiher

seit 2011 im SOS

Stadt Leutkirch, Lk. RV TK 8126

Schutzstatus: Flächenhaftes Naturdenkmal, § 33-Biotop

Eigentümer: Stadt Leutkirch Pächter: Fischereiverein Leutkirch

Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (Stand 2016):

 

Wald

Grünland

Ackerland

Sonderkulturen

Wohnbebauung

95 %

5 %




 

Untersuchungen des Krählohweihers:

 

untersucht von

Jahr

Gegenstand

untersucht von

Jahr

Gegenstand

Weyhmüller

2014

Limnologie




 

Entstehung: im Mittelalter angelegt als Fisch- und Mühleweiher


Bewirtschaftung: extensive Bewirtschaftung; in den letzten Jahrzehnten nur selten abgelassen, jeweils verbunden mit hohen Schlammausträgen; inzwischen deutlich verlandet; 1993 und 2010 abgelassen; 2010 festgestellt, dass Damm im Bereich des Grundablasses stark beschädigt; Weiher daher bis Herbst 2013 nicht mehr wiederbefüllt; 2013 Reparatur des Deiches und Einbau von Mönch


Hydrologische Daten: wichtig als Wasserspender für die im Sommer recht trockene Eschach

 

EZG

Wasserfläche

max. Tiefe

mittlere Tiefe

Volumen

85 ha

1,1 ha

m

m

m3

Zulauf über zwei Waldbäche aus Südosten

Ablauf als Krählohbach nach Nordwesten in Eschach, Aitrach, Donau

 



Flora und Fauna / Daten Wasserchemie: Teichmuschel, Edelkrebs (Astacus astacus); wichtiges Amphibienlaichgewässer; Biber seit 2006
1987 Nymphaea alba, Potamogeton lucens; 2014 Polygonum amphibium, Potamogeton lucens, - natans (Bolender)

Fische:

Vögel: Zwergtaucher, Stockente, Blässralle


2014 TP max (100 µg/l) im August, Chloro max im März; meist Sauerstoffdefizit (bis 53%); im Sommer am Grund Sauerstoffdefizit bis 6 % und Nährstoffanreicherung (0,10 mg NH4-N/l, 78 µg TP/l); Algenentwicklung im Juni/Juli trotz genügend P sehr niedrig (?); im August Mallomonas acaroides; im Juni/Juli etwas Daphnia longispina; deutliches Makrophytenaufkommen trotz erst im Frühjahr erfolgtem Wiederanstau nach 3 Jahren


Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt (Oberflächenwasser):

 


2014

Trophiestufe

anorg. Gesamt-Stickstoff(mg/l)

0,63


Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l)

52

eutroph

Chlorophyll a (µg/l)

20

eutroph

Chlorophyll a – Spitze (µg/l)

35

eutroph

Sichttiefe* (m)

1,1

hoch eutroph

 

*Sichttiefe auch durch Huminstoffe vermindert


Trophiestufe: 2014 eutroph, e2

 

Belastungsquellen

– keine Siedlungen im EZG

– die wenigen Entwässerungsgräben werden seit vielen Jahren nicht mehr unterhalten


Vorschläge zur Sanierung/Restaurierung

– Extensivierung kritischer landwirtschaftlich genutzter Flächen

– Mönchbau; häufigeres Ablassen




Umsetzung / Maßnahmen

Landwirtschaft

– Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen im EZG (Trautmann)

– Beratung der Landwirte im Hinblick auf eine Verminderung der Nährstoffausträge aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen

– extensivierte Flächen:

 

Jahr

Hektar

Kosten

2011-15

0


 


Sonstiges

– Baumbestand am Ufer 2009/10 stark ausgelichtet; dadurch auch weniger Eintrag von organischer Substanz

– 2013 Dammsanierung , Bau von Mönch und Abfischkasten; die angeratenen Biberschutzmaßnahmen (Schutzdrahtgitter auf Damm, Gitterkäfig vor Mönchablauf) leider nicht durchgeführt

Letzte redaktionellen Änderungen Mai 2016