Luftbild Erhard Bolender
Tiefenkarte
Hydrologisches Einzugsgebiet mit Extensivierungsvorschlägen

Jägerweiher

Seit 2010 im SOS

Gemeinde Neukirch, Bodenseekreis TK 8324

Schutzstatus: NSG (seit 1984; erweitert 1990; 6,2 ha), FFH

Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (Stand 2010):

Wald

landw. Nutzfläche

davon: Grünland

davon: Ackerland

davon: Sonderkulturen

60 %

40 %

90 %

5 %

5 %

Untersuchungen am Jägerweiher:

untersucht von

Zeitraum

Gegenstand

GWD RV

2010

Limnologie

Literatur: Konold 1987, Roweck & Schütz 1988, Roweck 1988, LfU 1994, Prinzinger 1991/99

Entstehung: der letzte heute noch existierende Weiher einer Weihergruppe im Schwarzachtal; diente zur Fischhaltung und für den Mühlenbetrieb;

Bewirtschaftung: früher für die Karpfenzucht genutzt und jährlich abgelassen; jetzt Angelweiher (Angelstege wurden erst nach 1984 angelegt); 1984 abgelassen und gewintert; 1994 und 2002 abgelassen (2002 Teilentschlammung); 2010 abgelassen und gewintert; Fische gut aufgewachsen, Weißfischbestand relativ hoch, Krebse und Teichmuscheln wurden umgesetzt; die Fische werden im Frühjahr wieder eingesetzt;

Hydrologische Daten: früher 3,9 ha;

EZG

Wasserfläche

max. Tiefe

mittlere Tiefe

Volumen

30 ha

2,6 ha

3,9 m

1,5 m

37 700 m3

Zulauf aus drei Wiesengräben (Quell- und Drainagenwasser) im Süden sowie unterird. Quellen

Ablauf über Mönch als Wiesengraben in die Schwarzach, Schussen


Sediment: 2006 Pges 0,44 mg/g TS, Glühverlust 17%; 2010 Pges 0,7 mg/g TS, Glühverlust 15% (Weiher abgelassenen)

Flora und Fauna: im Süden mooriges Gebiet, dessen Randbereiche seit der Drainierung als Grünflächen genutzt werden; nach Aufgabe der Streuwiesennutzung inzw. stark verschilft; 2003 Edelkrebse und Teichmuscheln eingesetzt
1973 Potamogeton gramineus, - trichoides, Ranunculus circinatus, Myriophyllum verticillatum, Chara sec.; 1986 Nymphaea alba, Polygonum amphibium, Potamogeton gramineus, - lucens, - natans, Fontinalis antipyretica, Equisetum fluviatile, Utricularia neglecta;

2010 starker Bewuchs mit Ceratophyllum demersum, daneben Polygonum amphibium, Nymphaea alba, Potamogeton gramineus, Equisetum fluviatile (Herz)

Fische: Karpfen, Schleie, Hecht, Wels, Rotauge, Rotfeder, Barsch

Vögel: Zwergtaucher, Blässralle, Teichralle, Teichrohrsänger, Rohrammer

2010 TP max (62 µg/l) und Chlorophyll max im Oktober; Sauerstoff im Sommer bis Grund; kein ausgeprägtes Klarwasserstadium; Nährstoffanreicherung am Grund nur gering; keine Algenblüten;


Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt:


2010

Trophiestufe

anorg. Gesamt-Stickstoff (mg/l)

0,19


Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l)

40

meso-/eutroph

Chlorophyll a (µg/l)

18

eutroph

Chlorophyll a – Spitze (µg/l)

35

eutroph

Sichttiefe (m)

2,2

eutroph

Trophiestufe: 2010 eutroph, e1


Belastungsquellen

– Teile von Oberrussenried im EZG; alles angeschlossen
– Angel- und Badebetrieb; viele Stege

– landwirtschaftlich genutzte Flächen; Grünland teilweise in Hanglage


Umsetzung / Maßnahmen

Abwasser

– alles angeschlossen (Stand 2010)

Landwirtschaft

– 2010 Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen im EZG (Trautmann)

– extensivierte Flächen:

Jahr

Hektar

Kosten

2010-2011

0



Sonstiges

– Badeverordnung seit 1990 (schwimmen nur in einem begrenzten Gebiet am nordöstlichen Ufer erlaubt; befahren des Wassers nicht erlaubt; gehen im Schutzgebiet nur auf den offiziellen Wegen)

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