Von 2000 - 2010 im SOS
Gemeinde Bad Wurzach, Lk. RV TK 8125
Schutzstatus: FFH, §32-Biotop
Eigentümer: privat; Pächter: privat
Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (Stand 2003):
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Wald |
landw. Nutzfläche |
davon: Grünland |
davon: Ackerland |
davon: Sonderkulturen |
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5 % |
90 % |
100 % |
Untersuchungen am Hasenweiher:
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untersucht von |
Zeitraum |
Gegenstand |
untersucht von |
Zeitraum |
Gegenstand |
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Fürst (Vorunters.) |
2000 (6x) |
Limnologie |
Fürst |
2009 |
Limnologie |
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Fürst |
2003 |
nur Zulauf, da gesömmert |
Literatur: LfU 1994, Prinzinger 1991/99, Roscher 1989
Entstehung/Umgebung: Brunner Weiher, Hasenweiher, Langwuhrweiher, Holzmühleweiher, Stockweiher und Metzisw. Weiher bilden eine Weihergruppe in einem zusammenhängenden Niedermoorgebiet; vermutlich im späten Mittelalter durch Überstauung ehemaliger Seen angelegt; nach schmalem Baumsaum fast rundum Grünland; Damm am Südufer
Bewirtschaftung: extensive Angelfischerei; 1990, 1997 und 2002 abgelassen und gewintert; zukünftig alle 5 Jahre; im nördlichen Bereich stark verschilft und verlandet, weswegen 2002/03 eine Teilentschlammung durchgeführt wurde; Besatz mit Zander, Rotauge, Barsch, Regenbogenforelle, Wels; Mönch
Hydrologische Daten:
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EZG |
Wasserfläche |
max. Tiefe |
mittlere Tiefe |
Volumen |
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24 ha |
0,8 ha |
2,9 m |
1,2 m |
9 600 m3 |
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Zulauf über Entwässerungsgräben |
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Ablauf durch einfaches Wehr unter Damm über moorige Fläche zum Holzmühlew., Immenrieder Ach, Obersee, Wolfegger Ach, Schussen; gezielter Tiefenwasserabzug ist nicht möglich |
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Sediment: Verlandungsgeschwindigkeit hoch; Schlammschicht ca. 80 cm
Flora und Fauna: artenarme schmale Verlandungszone
2000 etwas Myriophyllum spicatum, Potamogeton sp., Ranunculus trichophyllus; Cryptophyceen-Blüte im Winter; keine großen Wasserflöhe (Fürst);
2001 Myriophyllum spicatum, Potamogeton crispus, - natans, - pectinatus, - pusillus, Polygonum amphibium, Ranunculus trichophyllus (Schiel/Bolender);
2003 im teilgesömmerten Randbereich Teichbodenvegetation: Carex bohemica, Rumex maritimus (beide RL 3) (Kartierung: H. Herwanger, Bad Waldsee)
2008 nur Polygonum amphibium (Bolender);
Fische: Brachse, Karpfen, Zander, Wels, Hecht, Schleie, Barsch, Regenbogenf.,Rotauge
2009 TP max (90 µg/l) und Chlorophyll max im Sept; Sauerstoffübersättigung 122 %; Sauerstoffzehrung am Grund bis 45 %, TP bis 173 µg/l; kaum Blaualgen; Daphnien
Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt (Oberflächenwasser):
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2000** |
Trophiestufe |
2009 |
Trophiestufe |
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anorg. Gesamt-Stickstoff (mg/l) |
0,29 |
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Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l) |
80 |
eutroph |
65 |
eutroph |
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Chlorophyll a (µg/l) |
43 |
hoch eutroph |
24 |
eutroph |
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Chlorophyll a - Spitze (µg/l) |
100 |
hoch eutroph |
50 |
eutroph |
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Sichttiefe * (m) |
1,0 |
hoch eutroph |
0,9 |
hoch eutroph |
*auch durch Huminstoffe eingeschränkt; **nur 6 Messungen; 2009 einschl. Tiefenwasser 72 µg TP/l
Trophiestufe: 2000 polytroph, p1; 2009 eutroph, e2
Belastungsquellen
– Klaren dezentral (geschlossene Grube), Anschluss möglich (Stand 1999/2008)
– zahlreiche intensiv genutzte Niedermoorflächen
– geringer Badebetrieb
Vorschläge zur Sanierung/Restaurierung
– zentraler Abwasseranschluss
– Extensivierung kritischer landwirtschaftlich genutzter Flächen
– Änderung der fischereilichen Bewirtschaftung; Einsatz von Netzen zur Fischbestandskontrolle
Umsetzung / Maßnahmen
Abwasser
Landwirtschaft
– 1994 Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen in Zusammenhang mit dem Gewässerentwicklungsplan
– Beratung der Landwirte im Hinblick auf eine Verminderung der Nährstoffausträge aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen
– extensivierte Flächen:
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Jahr |
Hektar |
Kosten |
Jahr |
Hektar |
Kosten |
Jahr |
Fläche |
Kosten |
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2000-2009 |
0 |
2010 |
7,9 |
2011 |
7,9 |
Renaturierung
– 1994 Gewässerentwicklungsplan Uni Hohenheim (keine Maßnahmen erforderlich)
Sonstiges
– 1999 fischereiliches Bewirtschaftungskonzept für die Brunnenweiher-Gruppe zur Regelung des Ablassens und Winterns (Phillipson)
– 2002 Teilentschlammung