Seit 2000 im SOS
Gemeinde Rot an der Rot, Lk. BC TK 7926 + 8026
Schutzstatus: teilweise §32-Biotop
Eigentümer: Gemeinde Rot an der Rot, Pächter: Fischereiverein Rot an der Rot
Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (Stand 2003):
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Wald |
landw. Nutzfläche |
davon: Grünland |
davon: Ackerland |
davon: Sonderkulturen |
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70 % |
30 % |
73 % |
27 % |
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Untersuchungen am Fuchsweiher:
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untersucht von |
Zeitraum |
Gegenstand |
unters. von |
Zeitraum |
Gegenstand |
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Fürst (Vorunters.) |
2000 (6x) |
Limnologie |
Fürst |
2004 |
Limnologie |
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Fürst |
2002 |
Limnologie |
Fürst |
2009 |
Limnologie |
Literatur: LfU 1994
Entstehung: alter Klosterweiher, der früher größer war; im O quelliger Steilhang mit Wald, oberhalb Wiesen; Weiher in großen Bereichen von landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben; Damm im NO
Bewirtschaftung: für Gemeinde steht Badenutzung im Vordergrund; Angelfischerei; jährlicher Besatz mit Karpfen, Schleie, Regenbogenforelle; 1993 abgelassen mit Mönchbau; beim Ablassen 2002 Fischertrag gering; 2002/03 Winterung u. Sömmerung mit Bau von Abfischkasten + Hälterteich (viel Sediment, das nach Abtrocknung überall begehbar war); 2003 hoher Karpfenbesatz, durch deren Wühltätigkeit Wassereintrübung u. vermindertes Makrophyten- und Rohrkolbenwachstum (bei Sömmerung aufgetreten) erreicht werden soll; 2005 erwartungsgemäß Wasser ganzjährig trüb, aber keine „Verkrautung“, 2007 Wasser meist trüb; 2007 abgelassen u. gewintert; 2010 abgelassen und gewintert;
Hydrologische Daten: Verlandungszone 2,1 ha
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EZG |
Wasserfläche |
max. Tiefe |
mittlere Tiefe |
Volumen |
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165 ha |
2,8 ha |
5,5 m |
2,1 m |
59 600 m3 |
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Zulauf drei Bäche aus östl. Hang sowie Bach an der Südspitze; das Drainwasser aus W wird seit 2000 über Graben in Auslauf geleitet (bei Starkregen aber überflutet; dann in den Whr) |
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Ablauf über Mönch in einen Wiesenbach, Rot, Donau |
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Sediment: teilweise mineralisch, teilw. Faulschlamm; 2003 Pges 0,7 mg/g TS, Glühverlust 11%;
Flora und Fauna: im Westen Verlandungsbereich mit Schilfröhricht, Großseggen, Rohrkolbenröhricht; Teichmuscheln; galizischer Sumpfkrebs;
vor 1985 Nymphaea alba, Hippuris vulgaris, Polygonum amphibium, Potamogeton optusifolius; 2000 nur Nymphaea alba, Potamogeton optusifolius (Fürst);
Teichbodenvegetation 2003: Elatine triandra (RL 1; in Ba.-Wü. seit 1970 nur an 2 weiteren Orten; dreimänniger Tännel), Carex bohemica, Eleocharis ovata, Rumex aquaticus, Rumex maritimus, Typha angustifolia, Leersia oryzoides, Bidens radiatus, Gypsophila muralis (alle RL 3) (Kartierung: H. Herwanger, Bad Waldsee)
2004 Nymphaea alba, Polygonum amphibium, Potamogeton pectinatus (Fürst); Algenblüten (Grün- und Goldalgen); keine Daphnien;
2006 im Zulaufbereich großer Bestand des Riesenbärenklaus festgestellt, der sich bis 2008 noch ausweitete; dieser sollte dringend entfernt werden! Angeblich im Juni 08 mechanisch entfernt.
2009 Nymphaea alba, Polygonum amphibium (Phillipson); Algenblüten (Kieselalgen, Jochalgen, Feueralgen); Daphnien wieder vorhanden;
Fische: Karpfen, Hecht, Schleie, Rotauge, Rotfeder, Barsch, Regenbogenforelle, 1985 Besatz mit Graskarpfen, welche 1993 wieder entfernt wurden
2004 ab Juli deutliche Sauerstoffzehrung bis auf 5 % am Grund, Nährstoffanreicherung im August bis 220 µg o-P/l und 664 µg TP/l;
2009 P relativ konstant zu hoch (Sommerbauch überlagert), daher evtl. durch Eintrag von außen bestimmt; im August deutl. Sauerstoffzehrung bis auf 18 % am Grund, mäßige Nährstoffanreicherung bis auf 126 TP/l und 0,31 mg NH4-N/l (Folge der Winterung?);
Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt:
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2000* |
2002 |
2004 |
2009 |
Trophiestufe |
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anorg. Gesamt-Stickstoff (mg/l) |
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1,5 |
0,91 |
0,79 |
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Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l) |
51 |
80 |
61 |
64 |
eutroph |
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Chlorophyll a (µg/l) |
36 |
27 |
15 |
22 |
eutroph |
|
Chlorophyll a - Spitze (µg/l) |
58 |
52 |
32 |
41 |
eutroph |
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Sichttiefe (m) |
0,8 |
0,7 |
1,2 |
0,8 |
hoch eutroph |
* nur 6 Messungen, nur Oberfläche; 2002 nur Oberfläche 78µg/l, 2004 59µg/l, 2009 64µg/l
Trophiestufe: 2002 eutroph, e2; 2004 eutroph, e1; 2009 eutroph, e2
Belastungsquellen
– Jägerhaus im EZG; Jägerhaus hat geschlossene Grube
– Zulauf deutlich belastet (bei hoher Wasserführung auch hohe P-Konzentration)
– viele intensiv genutzte, drainierte Niedermoorflächen; Gülle bis Ufer; Äcker in Hanglage
– zwar wird seit 2004 das Drainwasser aus den westl. gelegene Nutzflächen über Graben in Auslauf geleitet, bei Starkregen jedoch immer noch Belastungen (Überflutung)
– Fischteich im Einzugsgebiet
– Fischerei
– Badebetrieb; Schlittschuhlaufen
Vorschläge zur Sanierung/Restaurierung
– Extensivierung kritischer landwirtschaftlich genutzter Flächen
– Renaturierung der Zuläufe; Bau eines Sedimentfangs am Zulauf; Entfernung des Riesenbärenklaus im Zulaufbereich
– Änderung der fischereilichen Bewirtschaftung; Bewirtschaftungskonzept; regelmäßiges Ablassen und Wintern
– Uferpflege des Weihers
– extensivierte Flächen:
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Jahr |
Hektar |
Kosten |
Jahr |
Hektar |
Kosten |
Jahr |
Hektar |
Kosten |
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2002 |
8,4 |
2690,- € |
2004 |
8,4 |
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2006 |
8,4 |
2690,- € |
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2003 |
8,4 |
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2005 |
8,4 |
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2007-2011 |
0 |
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Renaturierung
Umsetzung / Maßnahmen
Landwirtschaft
– 2000 Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen im EZG (Trautmann)
– Beratung der Landwirte im Hinblick auf eine Verminderung der Nährstoffausträge aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen
– 2004 Gewässerentwicklungsplan durch Büro Rau
– 2005 Renaturierungen am Ablauf
Sonstiges
– 2001 Uferpflegekonzept für den Weiher (Herz)
– 2001 fischereiliches Bewirtschaftungskonzept (Phillipson)
– im Rahmen der Sömmerung 2003 Reparatur des Mönchs, Uferpflege, Verbesserung des Badebereichs, Müllentfernung
– 2006 Planung eines Sedimentfangs im Zulauf
– 2007/08 Bäume auf dem Damm entfernt
– 2008 Riesenbärenlau am Zulauf mechanisch entfernt