Seit 2000 im SOS
Stadt Ravensburg, Lk. RV TK 8223
Schutzstatus: NSG („Gornhofer Egelsee“; seit 1989; 7,7 ha), FFH, §32-Biotop
Eigentümer: Land Ba.-Wü., Forstamt Ravensburg; Pächter: nicht verpachtet
Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (Stand 2003):
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Wald |
landw. Nutzfläche |
davon: Grünland |
davon: Ackerland |
davon: Sonderkulturen |
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15 % |
85 % |
23 % |
66 % |
11 % (Hopfen) |
Untersuchungen am Egelsee:
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untersucht von |
Zeitraum |
Gegenstand |
unters. von |
Zeitraum |
Gegenstand |
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GWD RV (Vorunters.) |
2000 (6x) |
Limnologie |
GWD RV |
2009 |
Limnologie |
|
GWD RV |
2003 (4x) |
Limnologie |
Literatur: BNL-Tübingen (NSG), Prinzinger 1991/99
Entstehung/Umgebung: Niedermoor eines ehemaligen Sees wurde abgetorft und nach dem 2. Weltkrieg zu einem Fischweiher aufgestaut; an den Verlandungsbereich mit Schilf, Rohrkolbenröhricht, Steifseggenried und Hochstauden schließt sich ein artenreicher Gehölzstreifen an; dahinter kommen landwirtschaftlich genutzte Flächen
Bewirtschaftung: extensive Karpfenzucht; aus Naturschutzgründen kein Angelbetrieb; Besatz mit einsömmrigen Karpfen, welche als dreisömmrige wieder abgefischt werden; Entschlammung im Mönch-Bereich 1993; ab 1999 abgelassen im zweijährigen Turnus; 2009 auch gewintert; Mönch
Hydrologische Daten:
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EZG |
Wasserfläche |
max. Tiefe |
mittlere Tiefe |
Volumen |
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32 ha |
2,0 ha |
2,8 m |
1,3 m |
26 100 m3 |
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kein größerer oberirdischer Zulauf |
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Ablauf über Bach (z.T. zum Metelisweiher), Wiesengraben in die Schussen |
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Sediment: die extensive Fischhaltung sowie das regelmäßige Ablassen verhinderten bisher eine stärkere Schlammbildung
Flora und Fauna: 2001 nur kleiner Bereich mit Polygonum amphibium (Herz); Edelkrebse;
2003 im teilgesömmerten Randbereich Teichbodenvegetation: Carex bohemica, Rumex maritimus (beide RL 3) (Kartierung: H. Herwanger, Bad Waldsee)
2009 Polygonum amphibium, Utricularia vulgaris (Bolender);
Fische: Hecht, Zander, Wels, Karpfen, Schleie, Rotauge, Rotfeder
Vögel: Brut- und Rastplatz für viele, z. T. seltene Vögel; eine der wenigen Lachmövenkolonien Oberschwabens; Schwarzhalstaucher, Zwergtaucher, Reiherente, Schnatterente, Rallen, Teichrohrsänger
2009 deutl. Verschlechterung beim Chlorophyll; P max im Sept (120 µg/l), Chloro max im April; Sauerstoffsättigung bis 120%; Algenblüten; Sichttiefe immer unter 1m; im Sommer Sauerstoffsättigung nur 80 % wg starker Zehrung; Zulaufgräben unbedeutend, Nährstoffbelastung hauptsächlich aus unmittelbarer Umgebung (diffuse Einträge)
Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt (Oberflächenwasser):
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2000* |
2003** |
2009* |
Trophiestufe |
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anorg. Gesamt-Stickstoff (mg/l) |
0,32 |
0,49 |
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|
Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l) |
100 |
106 |
92 |
eutroph |
|
Chlorophyll a (µg/l) |
46 |
34 |
69 |
eutroph |
|
Chlorophyll a – Spitze (µg/l) |
221 |
93 |
112 |
hoch eutroph |
|
Sichttiefe (m) |
0,8 |
* nur 6 Messungen; ** nur 4 Messungen, dann abgelassen
Trophiestufe: 2000 polytroph; 2003 polytroph, e2-p1; 2009 polytroph, p1
Belastungsquellen
– intensiv genutzte (z. T. Ackerbau, Hopfen) Niedermoorflächen und Hanglagen unmittelbar am See; ein Hopfengarten (Altbestand) sogar im NSG;
Vorschläge zur Sanierung/Restaurierung
– Extensivierung kritischer landwirtschaftlich genutzter Flächen; Erwerb?
– Umsetzung des Pflegeplans des RP Tü
– Ablassen und Wintern
– Einschränkung/Aufgabe der Jagd (NSG)
Umsetzung / Maßnahmen
Abwasser
– Maßnahmen nicht erforderlich, da keine Anwesen im Einzugsgebiet
Landwirtschaft
– 2000 Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen im EZG (Trautmann)
– Beratung der Landwirte im Hinblick auf eine Verminderung der Nährstoffausträge aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen
– extensivierte Flächen:
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Jahr |
Hektar |
Kosten |
Jahr |
Hektar |
Kosten |
Jahr |
Hektar |
Kosten |
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2000 |
2,1 |
1060,- DM |
2004 |
2,1 |
2008 |
2,1 |
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2001 |
2,1 |
2005 |
2,1 |
2009 |
0 |
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|
2002 |
2,1 |
542,- € |
2006 |
2,1 |
2010 |
0 |
||
|
2003 |
2,1 |
2007 |
2,1 |
650,- € |
2011 |
0 |
Renaturierung
– Pflegeplan des RP Tü wird durchgeführt
– 2003 Gewässerentwicklungsplan durch Büro Deni, Ravensburg
Sonstiges
– Jagd auf Wasservögel erst erlaubt ab 20. Oktober
– Angelfischerei nicht erlaubt wegen der damit verbundenen Störung
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