Die grossen Binnengewässer

Seen - Binnengewässer der Erde

Seen sind sog. Binnengewässer, die etwa 2,5 Mill. km² - das sind rund 18% der Landmasse der Erde - bedecken. Ihr Gesamtvolumen an Wasser umfasst 280.000 km³.
Baikalsee in Ostsibirien. Grabenrisse infolge der Verschiebung von Erdplatten zu Stande gekommen, Die Entstehung von Seen hat unterschiedliche Ursachen. Diese können tektonische Ereignisse sein, wie z.B. beim Tanganyika-See in Ostafrika und beimschufen tiefe Rinnen, die sich dann mit Wasser füllten. Der Baikalsee ist mit über 1500m das tiefste Binnengewässer der Erde. Tektonischen Seen können mehrere Millionen Jahre alt werden und wie der Baikalsee im Laufe der Zeit endemische Faunen und Floren ausbilden (z.B. die Süßwasserrobbe des Baikal).

Im Gegensatz dazu sind die oberschwäbischen Seen viel jünger. Ihre Geburtsstunde lag vor ungefähr 10.000 Jahren, als die letzte Eiszeit (Würm) zu Ende ging. Solche glazialen Seen sind viel weniger tief als tektonische, weil die Entstehung ihrer Seebecken durch die Tätigkeit von Gletschern erfolgte.

Typisch für Binnengewässer ist, dass sie ringsum von Land umgeben sind. Sie entwässern entweder direkt oder indirekt in die offenen Weltmeere.
Mitunter haben sie auch gar keinen Abfluss uind ihr Wasser verdunstet in einer trockenen Atmosphäre, dies ist der Fall beim Toten und dem Kaspischen Meer. In diesem Fall ist ihr Wasser oft salzhaltig mitunter stärker als bei den Weltmeeren.

Fläche Kaspisches Meer: 371.000 km²
Fläche Bodensee: 572 km²
Fläche Bibersee (Oberschwaben): 0,05 km²

Der Bodensee hätte 650 mal im Kaspischen Meer Platz und der Bibersee 742.000 mal. Im Bodensee könnte man den Bibersee immerhin noch 11.400 mal unterbringen.


Gemessen an den großen Binnengewässern der Erde ist der Bodensee ein Zwerg und sind die Seen Oberschwabens gerade einmal "Spucknäpfe"