Luftbild (Erhard Bolender)
Tiefenkarte
Hydrologisches Einzugsgebiet mit Extensivierungsvorschlägen

Biesenweiher

seit 2010 im SOS

Stadt Isny , Lk. RV TK 8326

am Einzugsgebiet zusätzlich beteiligt: Gde. Maierhöfen

Schutzstatus: Naturdenkmal (seit 1991; 2,1 ha), § 33-Biotop

Eigentümer: Stadt Isny Pächter: Fischereiverein Isny

Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (in Bayern; Stand 2016):

Wald

Grünland

Ackerland

Sonderkulturen

Wohnbebauung

20 %

70%

5 %

 

5 %

Untersuchungen des Biesenweihers:

untersucht von

Jahr

Gegenstand

untersucht von

Jahr

Gegenstand

Weyhmüller

2011

Limnologie

Weyhmüller

2016

Limnologie

Literatur: LfU 1994, Prinzinger 1991/99

Entstehung: alter Weiher; lieferte über lange Zeit über den Bleicher Weiher Brauchwasser für Gewerbebetriebe in Isny; dient auch als Hochwasserschutz

Bewirtschaftung: Angelfischerei; Besatz mit Karpfen und Schleien; abgelassen alle 5-7 Jahre; Teilentschlammung 2004; 2008 Winterung und Teilentschlammung; im Winter 2010/11 waren in ihm Fische des Hengelesweihers zwischengelagert, um sie im März 2011 wieder in den Hengelesweiher zurückzusetzen; 2015 abgelassen und gewintert; ablassbar in der Südostecke des Damms; Mönch vorhanden, aber außer Funktion

Hydrologische Daten:

EZG

Wasserfläche

max. Tiefe

mittlere Tiefe

Volumen

346 ha

0,93 ha

2,2 m

1,1 m

9 800 m3

Zulauf im Süden mit zwei Ästen aus S und W

Ablauf über Rotbach in Untere Argen; früher auch über inzwischen verfallenen Graben zum Bleicher Weiher, Krummbach, Ach, Untere Argen

Sediment: feinsandiger Schlamm, hauptsächlich über den Zulauf eingetragen; im westlichen Bereich deutlich verlandend; 2007 Pges 1,05 mg/g TS, Glühverlust 14 %;

Flora und Fauna/Daten Wasserchemie: seit 2015 Biber; 1988 Elodea canadensis, Callitriche sp., Lemna minor, Spirodela polyrhiza; Einzelexemplare von Chara fragilis, Potamogeton crispus; 2011 Potamogeton berchtoldii, -obtusifolius, Equisetum palustre (Herz);

Fische: Karpfen, Schleie, Barsch, Rotauge, Hecht, Wels, Forelle

Vögel: Zwergtaucher, Reiherente, Blässralle, Stockente

2010 im Juni Blüte mit Spirogyra sp. (Grünalge/Jochalge);
2011 TP max im Juli (517 µg/l), Chloro max im November (TP max extrem hoch, Chloro gleichzeitig niedrig, pH abgesenkt, NH4 hoch; Schlammaufwirbelung?); Sauerstoffsättigung stark schwankend (zwischen 65 und 160 %); Eintrübung auch durch schwebende Detrituspartikel (vmtl gelangt durch Wind- bzw.Wasserbewegung am Grund abgelagertes organisches Material zurück in Freiwasserraum); Diatomeen (Stephanodiscus) und Cryptomonaden; hin und wieder Daphnia longispina;

Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt:

 

2011

Trophiestufe

anorg. Gesamt-Stickstoff (mg/l)

0,87

 

Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l)

170

eu-/hypertroph

Chlorophyll a (µg/l)

32

eutroph

Chlorophyll a - Spitze (µg/l)

70

eutroph

Sichttiefe (m)

0,6

eu-/hypertroph

Trophiestufe: polytroph, p1

Belastungsquellen
– Biesen (11 Aw), Hochstädt (7 Aw), Ehrhafts (7 Aw), Birkach (1 Aw), Altringenberg (4 Aw), Kitzensberg (?), Bengel (5 Aw), Anderhalbs (5 Aw), Beeren (3 Aw) im EZG; Altringenberg (4 Anwesen) und ein Anwesen in Erhafts dezentral mit biolog. KKA, Birkach (1 Anwesen) geschlossene Grube, alle übrigen zentral angeschlossen (Stand 2011)
– Zulauf 1 bringt viele Nährstoffe und viel Schlamm (Erosion); verdolte Einleitung in Oberlauf von Zulauf 1 uh Ehrhafts hoch belastet (2011); 2013 Abwasserpilz im Zulauf
– 2014 Ast des südl. Zulaufs uh Anderhalbs bei Regen stark belastet (240 µg TP/l); Belastung auch schon obh Anderhalbs vorhanden
– viele intensiv genutzte Grünlandflächen in Hanglage, entwässerte Niedermoorbereiche; fehlende Pufferstreifen, begradigte Bachläufe;
– Angelstege; Badebetrieb gering

Vorschläge zur Sanierung/Restaurierung
– zentraler Abwasseranschluss
– Extensivierung kritischer landwirtschaftlich genutzter Flächen
– Renaturierung der Zuläufe; Pufferstreifen
– Bau von Schlammfangbecken im Zulauf
– Umleitung des Zulaufs bei Starkregen
– Reparatur des Mönchs und Nutzung im Normalbetrieb

Umsetzung / Maßnahmen

Abwasser

Landwirtschaft
– 2010 Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen im EZG (Trautmann)
– Beratung der Landwirte im Hinblick auf eine Verminderung der Nährstoffausträge aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen
– extensivierte Flächen:

Jahr

Fläche

Kosten

Jahr

Fläche

Kosten

Jahr

Fläche

Kosten

2011-15

0

 

 

 

 

 

 

 

Sonstiges
– 2004 Teilentschlammung
– Stadt Isny plant Bau einer Umleitung des Zulaufs bei Starkregen

Letzte redaktionelle Änderungen Juli 2016