Von 2000 - 2005 und seit 2010 wieder im SOS
Gemeinde Argenbühl, Lk. RV TK 8225
Schutzstatus: FFH, teilweise §32-Biotop
Eigentümer: privat; Pächter: Fischereiverein Wangen
Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (Stand 2003):
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Wald |
landw. Nutzfläche |
davon: Grünland |
davon: Ackerland |
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60 % |
40 % |
100 % |
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Untersuchungen am Oberen Schlossweiher:
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untersucht von |
Zeitraum |
Gegenstand |
untersucht von |
Zeitraum |
Gegenstand |
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GWD RV (Vorunters.) |
2000 (6x) |
Limnologie |
GWD RV |
2009 |
Limnologie |
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GWD RV |
2002 |
Limnologie |
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Literatur: Konold 1987, LfU 1994, Pfadenhauer 1985, Prinzinger1991/99, Regionalverband 1986
Entstehung/Umgebung: angelegt evtl. im 12. Jhd.; Stauweiher der Burgmühle von Burg Ratzenried; der Fischweiher lag im 19. Jhd. über längere Zeit trocken; zu ¾ von Wald umgeben; Damm am Nordwest-Ufer
Bewirtschaftung: Angelfischerei; jährlicher Besatz mit Hecht, Zander, Karpfen, Schleie; 1970 letztmals abgelassen und gewintert; angeblich keine stärkere Verlandung und Verschlammung; Verein mit jährlichen Angelfängen zufrieden (37 kg/ha*a); drei Mönche, jedoch nur einer sicher funktionstüchtig; nächstes Ablassen geplant seit 2005 für Mönchneubau und zur Fischbestandskontrolle
hydrologische Daten: laut Untersuchung 2002 kaum über 2 m tief?
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EZG |
Wasserfläche |
max. Tiefe |
mittlere Tiefe |
Volumen |
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97 ha |
11,2 ha |
4,0 m |
2,1 m |
237 000 m3 |
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Zulauf hauptsächlich aus Süd(ost)en, kleinere Zuläufe aus NO, SW sowie Quellen im Weihergrund |
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Ablauf über Bach (200 m) in den Unteren Schlossweiher, Untere Argen |
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Sediment: fast überall fester Grund, in der Mitte des Weihers steinig
Flora und Fauna: am Nordufer breites Schilfröhricht;
1987 Chara fragilis, Fontinalis antipyretica, Potamogeton berchtoldii, etwas Potamogeton lucens, Polygonum amphibium, Ranunculus aquatilis;
2001 viel Pot. lucens, etwas Polygonum amph., Potamogeton crispus, - x zizii (Bolender)
2008 Pot. lucens, -berchtholdii, -pectinatus, Polygonum amph., Fontinalis anti.(Bolender);
Teichmuscheln; hoher Bestand an Astacus astacus (Edelkrebs)
Fische: Barsch, Karpfen, Schleie, Rotfeder, Brachse, Rotauge, Döbel, Aal, Hecht, Zander (seit 1997), Wels; 1980 Karpfensterben durch Krankheit (ca. 1 t)
Vögel: wenig Kormorane, aber viele fischende Gänsesäger
2009 leichte Verschlechterung; TP-Gehalt relativ gleichmäßig hoch, daher vermutlich von Zulauf-Einträgen her bestimmt; TP max (62 µg/l) und Chlorophyll max (31 µg/l) im Nov; Sauerstoffübersättigung bis 135%, meist jedoch Sauerstoffdefizit wegen starken Zehrungsprozessen am Grund; im Sept ab 3 m anaerob, Nährstoffanreicherung auf 124 µg TP/l, 1,75 mg NH4-N/l;
Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt:
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2000* |
2002** |
Trophiestufe |
2009 |
Trophiestufe |
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anorg. Gesamt-Stickstoff (mg/l) |
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0,79 |
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0,53 |
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Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l) |
47 |
50 |
eutroph |
56 |
eutroph |
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Chlorophyll a (µg/l) |
12 |
14 |
eutroph |
19 |
eutroph |
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Chlorophyll a - Spitze (µg/l) |
25 |
45 |
eutroph |
31 |
eutroph |
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Sichttiefe (m) |
1,6 |
1,9 |
eutroph |
1,2 |
hoch eutroph |
* nur 6 Messungen, nur Oberflächenwasser; ** nur Oberflächenwasser;
2009 nur Oberflächenwasser 54 µg TP/l
Trophiestufe: 2000 eutroph, e2; 2002 eutroph, e1-e2; 2009 eutroph, e2
Belastungsquellen
– Gehöfte im EZG dezentral (Stand 1999)
– Weidewirtschaft auf Niedermoorflächen sowie in Hanglagen
– alle Zuläufe deutlich belastet, insbesondere der südliche Zulauf; 2009 Suche nach Belastungsquelle, 2011 weiterhin Abwasserpilz im Zulauf
– Badebetrieb
Vorschläge zur Sanierung/Restaurierung
– Kläranlagenanschluss der Teilorte/Gehöfte
– Beseitigung von punktuellen Belastungsquellen
– Extensivierung kritischer landwirtschaftlich genutzter Flächen
– Renaturierung der Zuflüsse
– fischereiliches Bewirtschaftungskonzept; Ablassen zur Fischbestandskontrolle; Hecht vermutlich geeigneter als Zander
– Uferpflege des Weihers
Umsetzung / Maßnahmen
Abwasser
– bis 2004 alles angeschlossen
Landwirtschaft
– 2000 Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen im EZG (Trautmann)
– Beratung der Landwirte im Hinblick auf eine Verminderung der Nährstoffausträge aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen
– 2009 Suche nach der Belastungsquelle für den südlichen Zulauf; 2011 besteht das Problem weiterhin
– extensivierte Flächen:
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Jahr |
Hektar |
Kosten |
Jahr |
Hektar |
Kosten |
Jahr |
Hektar |
Kosten |
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2001 |
6,1 |
3090,- DM |
2004 |
6,4 |
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2007 |
1,3 |
280,- € |
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2002 |
6,1 |
1 580,- € |
2005 |
6,4 |
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2008-2011 |
1,3 |
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2003 |
6,1 |
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2006 |
5,8 |
1 610,- € |
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Renaturierung
– Gemeinde Argenbühl möchte Gewässerentwicklungsplan vergeben
– 2001 Uferpflegekonzept für den Weiher (Herz)
– 2002 fischereiliches Bewirtschaftungskonzept (Phillipson)