Luftbild (© Luftbildagentur Frank Hofmann), Tiefenkarte und Ausschnitt topografische Karte (das hydrologische Einzugsgebiet des Flappachweihers ist rot umrandet)

Flappachweiher

Seit 2000 im SOS

Stadt Ravensburg, Lk. RV TK 8223

am Einzugsgebiet zusätzlich beteiligt: Grünkraut

Schutzstatus: NSG (im Verlandungsbereich; „Kemmerlanger Moos“; seit 1987; 21,8 ha), LSG, FFH

Eigentümer: Wasserverband Ravensburg, Pächter: Kreisfischereiverein Ravensburg

Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (Stand 2003):

Wald

landw. Nutzfläche

davon: Grünland

davon: Ackerland

davon: Sonderkulturen

55 %

40 %

56 %

34 %

10% Hopfen, Erdbeeren, Weihnachtsbäume

Untersuchungen am Flappachweiher:

untersucht von

Zeitraum

Gegenstand

unters. von

Zeitraum

Gegenstand

GWD RV (Vorunters.)

2000 (6x)

Limnologie

GWD RV

2009

Limnologie

GWD RV

2001

Limnologie

Literatur: Prinzinger 1991/99

Entstehung: künstlicher Fischweiher

Bewirtschaftung: Angelfischerei; ausgebaggert ca. 1980; in den letzten Jahren nie vollständig abgelassen; nächstes Ablassen geplant seit 2005, wurde aber verschoben; Mönch

Hydrologische Daten:

EZG

Wasserfläche

max. Tiefe

mittlere Tiefe

Volumen

305 ha

5,7 ha

5,5 m

3,7 m

210 000 m3

Zulauf aus dem Moor im S (NSG Kemmerlanger Moos) sowie Quellen im Hangwald im O

Ablauf über Flappach in die Schussen

 

Flora unhd Fauna: 2001 artenreicher mit Nymphaea alba, Myriophyllum alterniflorum, Potamogeton lucens, - crispus, Chara sp., Schoenoplectus lacustris (Herz); am Ufer auch Sagittaria sagittifola;

2008 Chara vulgaris, Myriophyllum spicatum, Nymphaea alba, Potamogeton lucens, - crispus, Schoenoplectus lacustris (Bolender); Makrophytenmahd war geplant;

Fische: Barsch, Karpfen, Schleie, Rotauge, Rotfeder, Hecht, Aal, Zander, Wels, Brachse, Güster, Ukelei, Regenbogenforelle

2009 leichte Verschlechterung gegenüber früher, obwohl Zulauf wenig P; Chlorophyll max im Sept, Sauerstoffübersättigung bis 133 %; Sauerstoff bis Grund, nur geringe Nährstoffanreicherung am Grund; keine Schichtung trotz 5,5 m; im Okt deutliche o-P und TP-Erhöhung auf 23/42 ohne entsprechende Algenentwicklung, Ursache unklar (unbekannte Einträge?);

 

Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt:

2000*

2001**

2009

Trophiestufe

anorg. Gesamt-Stickstoff (mg/l)

3,8

1,82

Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l)

16

15

23

oligo-/mesotroph

Chlorophyll a (µg/l)

3,2

4,5

5,7

mesotroph

Chlorophyll a - Spitze (µg/l)

5,3

7,5

10,5

oligo-/mesotroph

Sichttiefe (m)

4,3

4,3

3,2

mesotroph

* nur 6 Messungen, nur Oberfläche; ** nur Oberfläche; 2009 P einschl. Tiefe wie P-Oberfläche

Trophiestufe: 2000, 2001 und 2009 mesotroph, m

Belastungsquellen:

– Strietach, Menisreute, Teile von Friedach und Fildenmoos, Benzenhof, Kemmerlang im EZG ( Einw.); Kemmerlang wird derzeit angeschlossen (Stand 1999)

– Badebetrieb, Freibad; 2010 Bau eines neuen Sprungturmes

Vorschläge zur Sanierung/Restaurierung

– zentraler Abwasseranschluss

– Extensivierung kritischer landwirtschaftlich genutzter Flächen

– Umsetzung des Pflegeplans des RP Tü (früher BNL; NSG Kemmerlanger Moos)

– Renaturierung der Zuläufe

 

Umsetzung / Maßnahmen

Abwasser

– 2003 Anschluss von Strietach und Benzenhof; damit ist alles angeschlossen

Landwirtschaft

– 2000 Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen im EZG (Trautmann)

– Beratung der Landwirte im Hinblick auf eine Verminderung der Nährstoffausträge aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen

– extensivierte Flächen:

Jahr

Hektar

Kosten

Jahr

Hektar

Kosten

Jahr

Hektar

Kosten

2000

1,0

571,- DM

2004

2,0

2008

0,8

2001

1,0

2005

2,0

2009

0,8

2002

2,2

840,- €

2006

1,9

714,- €

2010

1,1

2003

2,0

2007

1,1

320,- €

2011

1,1

 

Renaturierung

– 2003 Gewässerentwicklungsplan durch Büro Deni, Ravensburg

Sonstiges

– Pflegeplan des RP Tü (früher BNL) wird umgesetzt (Kemmerlanger Moos)

 

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