Seit 2005 im SOS
Stadt Aulendorf, Lk. RV TK 8023
Schutzstatus: FFH
Eigentümer: privat; Pächter: Fischerei- und Naturschutzverein Aulendorf
Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (Stand 2005):
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Wald |
landw. Nutzfläche |
davon: Grünland |
davon: Ackerland |
davon: Sonderkulturen |
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40 % |
55 % |
20 % |
80 % |
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Untersuchungen am Mahlweiher Aulendorf:
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untersucht von |
Zeitraum |
Gegenstand |
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Fürst |
2005 |
Limnologie |
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GwD RV |
2010 |
Limnologie |
Literatur: Konold 1987, LfU 1994, Prinzinger 1991/99
Entstehung: 1750 erstmals erwähnt, evtl. schon deutlich älter; diente als Mühl- und Fischweiher;
Bewirtschaftung: Wasserschutzgebiet; zur Hochwasserrückhaltung (Damm evtl. nicht sicher) und Energiegewinnung (in Schwallbetrieb); intensive fischereil. Nutzung; wg. starker Eutrophierung zum Baden nicht geeignet; derzeit Aufzuchtweiher; 2003 und 2006 abgelassen und gewintert; Schlammrückhaltung durch provisorisches Wehr im Ablauf funktionierte auch 2006 nicht gut; bei Winterung während 3 Monate Ausfall bei der Stromproduktion von ca. 380,- € (5000 kW); 3-jähriger Ablassturnus sowie Besatz mit Hecht, Karpfen, Schleie (sowie geringe Menge Rotauge/Rotfeder/Barsch) empfohlen; nur Grundablass
Hydrologische Daten:
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EZG |
Wasserfläche |
max. Tiefe |
mittlere Tiefe |
Volumen |
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(203 W+80) 283 ha |
1,2 ha |
2,0 m |
0,9 m |
10 700 m3 |
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Zulauf aus Westen vom Wannenberger Weiher her, aus dem Überreich des Trinkwasserbrunnens und aus einem kleinen Bach von Norden her |
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Ablauf über Überlauf und Mönch in einem zum Wasserkraftwerk führenden Kanal, Schussen |
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Sediment: dicke Faulschlammschicht; der Verlust des Wasservolumens (Verlandung) macht sich auch beim Schwallbetrieb der Stromgewinnung bemerkbar
Flora und Fauna: 2001 Nuphar lutea, Nymphaea alba, Pot. crispus, Hippuris v., Lemna minor (Bolender);
2005 Nuphar lutea, Potamogeton crispus, Hippuris vulgaris (Fürst); wenig Daphnien;
2009 wurden die Makrophyten in kleinem Bereich gemäht;
2010 Nuphar lutea, Nymphaea alba, Myriophyllum spicatum, Hippuris vulgaris (Herz);
Fische: Rotauge, Rotfeder, Karpfen, Schleie, Brachse, Graskarpfen
2006 Schleie, Hecht, Giebel (evtl. aus Wannenberger Weiher zugewandert)
Vögel: Haubentaucher, Blässralle, Teichrohrsänger
2005 wie 2010: mäßig eutroph; der obh gelegene Wannenberger Weiher bestimmt relativ stark Geschehen im Mahlweiher; ohne diesen Einfluss P-Gehalt deutlich niedriger; wie der hohe Nitratgehalt im Weiher jedoch zeigt, stammt ein Teil der Nährstoffe auch aus landw. Quellen im direkten EZG.
2010 TP max im September (62 µg/l), Chlorophyll max im Oktober; Sauerstoffübersättigung selten, meist eher Zehrung zwischen 50 und 70%; Algenblüte im Juli mit Microcystis aeruginosa;
Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt (Oberflächenwasser):
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2005 |
2010 |
Trophiestufe |
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anorg. Gesamt-Stickstoff (mg/l) |
3,27 |
2,70 |
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Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l) |
61 |
48 |
eutroph |
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Chlorophyll a (µg/l) |
9 |
22 |
eutroph |
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Chlorophyll a - Spitze (µg/l) |
22 |
37 |
eutroph |
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Sichttiefe (m) |
1,5 |
1,4 |
eutroph |
Trophiestufe: 2005 eutroph, e1; 2010 eutroph, e2
Vorschläge zur Sanierung/Restaurierung
– zentraler Abwasseranschluss
– Extensivierung kritischer landwirtschaftlich genutzter Flächen
– angepasste fischereiliche Nutzung
– Renaturierungen
– Bau eines Schlammfangs für das Ablassen des Wannenberger Weihers
– Entschlammung, Bau eines Mönchs
Umsetzung / Maßnahmen
Landwirtschaft
– 2005 Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen im EZG (Trautmann)
– Beratung der Landwirte im Hinblick auf eine Verminderung der Nährstoffausträge aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen
– extensivierte Flächen: 0 ha
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Jahr |
Hektar |
Kosten |
Jahr |
Hektar |
Kosten |
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Renaturierung
– in den Jahren 2003 - 06 wurden im Umfeld des Weihers ca. 50 große Bäume gefällt, um den Laubeintrag zu vermindern; es sollen noch 10 große Pappeln folgen
Sonstiges
– 2006 fischereiliches Bewirtschaftungskonzept (Phillipson)
– zwischen Wannenberger Weiher und Mahlweiher ist ein Hochwasserrückhaltebecken geplant; dieses soll auch als Schlammauffangbecken für das Ablassen des Wannenberger Weihers fungieren; der Damm am Mahlweiher soll für den Hochwasserschutz erhöht werden