Seit 2005 im SOS
Stadt Biberach, Lk. BC TK 7924
am Einzugsgebiet zusätzlich beteiligt: Oggelshausen, Tiefenbach
Schutzstatus: §32-Biotop; Wasserschutzgebiet im südlichen Bereich des Einzugsgebiets
Landwirtschaftliche Struktur im Einzugsgebiet (Stand 2005):
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Wald |
landw. Nutzfläche |
davon: Grünland |
davon: Ackerland |
davon: Sonderkulturen |
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30 % |
65 % |
30 % |
70 % |
Untersuchungen am Ayweiher:
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untersucht von |
Zeitraum |
Gegenstand |
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Fürst |
2005 |
Limnologie |
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Fürst |
2010 |
Limnologie |
Literatur: LfU 1994
Entstehung/Umgebung: im 15. -16. Jahrhundert; ehemaliger Mühlweiher;
Bewirtschaftung: Karpfenbesatz, in den umliegenden Fischteichen Forellen; Eigentümer betreibt Wasserturbine zur Stromgewinnung; 1991 und 2005 abgelassen; 2005 Ertrag gering; Weiher stark verschlammt; 2006 abgelassen u. gewintert; 2007 und 2008 guter Zuwachs gemeldet (v.a. bei Karpfen, Schleie, Zander);
Nur Grundablass; Stadt BC möchte Weiher in ihr Hochwasserschutzkonzept einbinden;
Hydrologische Daten:
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EZG |
Wasserfläche |
max. Tiefe |
mittlere Tiefe |
Volumen |
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617 ha |
3,8 ha |
3,0 m |
1,5 m |
57 000 m3 |
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Zulauf aus Südwesten sowie mehrere Entwässerungsgräben aus Westen |
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Ablauf über Wehr am Überlauf an Nordspitze sowie Turbine in Mühlbach, Rotbach, Riß, Donau |
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Sediment: Faulschlamm (> 1 m)
Flora und Fauna: 2005 keine Makrophyten (Fürst); Algenblüten (Grün-/Goldalgen, kaum Blaualgen); Wasser ganzjährig trüb; Daphnien; 2010 keine Makrophyten (Herz); seit 2010 Biber;
Fische: Brachse, Rotfeder, Rotauge, Karpfen, Schleie, Zander, Hecht, Wels, Barsch, Karausche, Graskarpfen; 2008 zusätzlich mit Moderlieschen als Zanderfutter besetzt
2005 sehr nährstoffreich (P-Max. über 200 µg/l, Sauerstoffübersättigung bis 280 %), auch im Frühjahr; Ursache hohe Belastung im Zulauf (in April und August hohe P-Werte bei gleichzeitig starker Wasserführung) sowie im Sommer Rücklösungsprozesse
2010 starke Nährstoffanreicherung im Sommer; TP max (430 µg/l) und Chlorophyll max im Juli; Grünalgenblüte; permanente Durchmischung, Sauerstoff am Grund vergleichbar zur Oberfläche; P-Freisetzung durch Bioturbation/Witterung/Anaerobie im Sediment; niedriger P-Gehalt im Mai (davor Trockenwetter und P in Zuläufen nur mäßig hoch), wenig Algenentwicklung in Mai und Juni; keine Makrophyten, obwohl angeblich alle Graskarpfen entfernt; mäßig Daphnien (Daphnia cucullata, Ceriodaphnia reticulata);
Pflanzennährstoffe und andere Trophieanzeiger im Jahresdurchschnitt:
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2005 |
2010 |
Trophiestufe |
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anorg. Gesamt-Stickstoff (mg/l) |
3,27 |
2,08 |
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Gesamt-PO4-Phosphor (µg/l) |
137 |
153 |
hoch eutroph |
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Chlorophyll a (µg/l) |
52 |
52 |
hoch eutroph |
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Chlorophyll a - Spitze (µg/l) |
140 |
110 |
hoch eutroph |
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Sichttiefe (m) |
0,6 |
0,6 |
eu- bis hypertroph |
Trophiestufe: 2005 polytroph, p2; 2010 polytroph, p1
Belastungsquellen
– 4 Teilorte/Anwesen (Hofen, Bahnstock, Maierhof, Streitberg; biolog. KKA oder geschlossene Grube ohne Kläranlagenanschluss (Stand 2006/08);
– Belastung des Zulaufs durch punktuelle Quellen in Hofen und vor Hofen (Fürst 2005)
– 3 Hälterteiche am Uferrand sowie mehrere weiter oberhalb gelegene Fischteiche, welche vom zufließenden Wasser durchströmt werden
– viele drainierte landwirtschaftlich genutzte Flächen v.a. im südl. Bereich des EZG
– viele Ackerflächen, teilweise in Hanglage, teilweise bis Zulauf- und Weiherufer
– geringer Badebetrieb
Vorschläge zur Sanierung/Restaurierung
– zentraler Abwasseranschluss
– Extensivierung kritischer Flächen: breiter Pufferstreifen am Westufer (Umwandlung der Acker- und intensiv genutzten Grünlandflächen); Extensivierung der nordwestl. Hangquellbereiche; unterschiedlich breite Pufferstreifen entlang der Zuflüsse; extensive Nutzung der Flächen des ehemaligen Höllweihers und des ehemaligen Krätesweihers, ggf. Wiedervernässung
– regelmäßiges Ablassen, Abfischen, Wintern, evtl. auch Sömmern; Entfernen aller Graskarpfen; Bau eines Mönchs für geregelten Ablassvorgang; Entschlammung
– Bau eines Absetzbeckens (möglich ca. 300 m uh.) für das Ablassen (evtl. in Zusammenhang mit Hochwasserschutzmaßnahmen)
– Renaturierung der Zuläufe (ökol. Gutachten Ratzengraben, Büro Jöst, 1993)
– 2006 Bauplanung zur Hochwassersicherheit (Konzeption Stadt BC); HW-Rückhaltebecken im Zulauf; z.B. durch Wiederbespannung des Dächereweihers (nordwestl. Hofen) und des Weihers südöstlich Hofen; gleichzeitig dann auch Sedimentfang
Umsetzung / Maßnahmen
Abwasser
– 2010 Abwasserentsorgung von Hofen geplant (Stadt Biberach)
Landwirtschaft
– 2005 Extensivierungsplanung für die landw. genutzten Flächen im EZG (Trautmann)
– Beratung der Landwirte im Hinblick auf eine Verminderung der Nährstoffausträge aus den landwirtschaftlich genutzten Flächen
– extensivierte Flächen (vom Naturschutz):
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Jahr |
Hektar |
Kosten |
Jahr |
Hektar |
Kosten |
Jahr |
Hektar |
Kosten |
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2005 |
2,5 |
2008 |
9,8 |
2011 |
7,3 |
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2006 |
2,5 |
750,- € |
2009 |
7,3 |
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2007 |
2,4 |
2010 |
7,3 |
Renaturierung
– 1993 ökolog. Gutachten zur naturnahen Umgestaltung des Ratzengrabens (vergleichbar mit Gewässerentwicklungsplan), Planungsbüro Jöst, Steinhausen
Sonstiges
– 2005 fischereiliches Bewirtschaftungskonzept (Phillipson)
– 2006 zur Schlammrückhaltung beim Ablassen/Wintern 2 Schlammwehre im Ablauf
– Bau eines Absetzbeckens im Zulauf geplant